Die Spaß- und Kulturbühne (SpuK)
befindet sich in einem Stadtteil von Bad Camberg in Oberselters.
Der kleine Saal wurde Mitte der dreißiger Jahre gebaut. Hier
fanden ursprünglich die örtlichen Veranstaltungen wie
bspw. Kappensitzung, Kirmes usw. statt. Nach dem Neubau eines Bürgerhauses
vor ca. 20 Jahren geriet der kleine Saal in Vergessenheit und war
vom Verfall bedroht. Anfang der achziger Jahre versuchte eine Gruppe
junger Künstler aus dem Frankfurter Raum hier mit einfachen
Mitteln einen Proberaum mit Aufführungsmöglichkeiten für
Kleinkunst im weitesten Sinn zu errichten. Das Vorhaben jedoch scheiterte.
Ende der neunziger Jahre habe ich den Saal mit dem dazugehörigen
Wohn- und Geschäftshaus käuflich erworben, nachdem ich
zuvor mehrere Jahre die darin liegende Gaststätte als Pächter
betrieben habe. Seit dieser Zeit renoviere ich Stück für
Stück das zuvor vernachlässigte Anwesen. In Bezug auf
den Saal ist die Renovierung fast abgeschlossen.
Die Räumlichkeiten werden z.Zt. auf zwei unterschiedliche Arten
genutzt. Zum einen finden hier Aufführungen der Spaß-
und Kulturbühne statt. Zum anderen vermiete ich den Saal auch
für private Feierlichkeiten (Hochzeiten, Geburtstage, Firmenjubiläen
usw.), da nicht jede Woche Veranstaltungen stattfinden.
Das Programm
Bereits der Name: „Spaß- und Kulturbühne“
sagt viel über die Programmgestaltung aus. Spaß ohne
Kultur ist meist flach und billig. Kultur ohne Spaß (und ohne
Publikum) ist oftmals nur Selbstzweck und furchtbar trocken. Die
Kombination aus Spaß und Kultur ist Grundkonzept der Programmgestaltung
im SpuK.
Ziel ist es, auch in einer ländlichen Region anspruchsvolle
Unterhaltung, weg von den Massenmedien Rundfunk und Fernsehen, einem
breiten, aufgeschlossenen Publikum in ansprechender Atmosphäre
näher zu bringen.
Das Programm gliedert sich in drei Veranstaltungsreihen: „Kultur
für Kinder“, „Quatsch und Komedie“ und „a
cappella“. Drei Themenschwerpunkte, die darauf abzielen, ein
breites Publikum zu erreichen. Angestrebt sind drei bis vier Veranstaltungen
pro Reihe und Jahr. Das derzeitige Programm 2002/2003 musste aufgrund
der noch auszuführenden Renovierungsarbeiten rapide gekürzt
werden. Ich hoffe in der kommenden Saison mindestens drei Aufführungen
pro Reihe anbieten zu können.
Der Betreiber, Matthias
Böcher
Anfänglich dachte ich, um eine Kleinkunstbühne zu betreiben
reicht es aus, die nötigen Fachkenntnisse, viel Idealismus,
viel Elan und Durchhaltevermögen mitzubringen. Heute weiß
ich, man benötigt auch eine gute Portion Wahnsinn – aber
auch da bin ich genau der richtige Mann.
Ausgebildet als Lehrer für Haupt- und Realschulen in den Fächern
Mathematik und Musik wählte ich zunächst den Weg in die
Selbstständigkeit. Neben dem Betrieb einer Jugendkneipe leitete
ich zahlreiche Erwachsenen- und Kinderchöre. Zusätzlich
war (und bin) ich musikalische Leiter eines im heimischen Raum sehr
erfolgreichen a cappella Quartettes (fo(u)r you). Vor zwei Jahren
eröffnete ich die Kleinkunstbühne SpuK.
In dieser Zeit sammelte ich Erfahrung im wirtschaftlichen und gastronomischen
Bereich, in den Sparten Kleinkunst und Unterhaltung und knüpfte
Kontakte zu anderen, auch überregional arbeitenden Künstlern.
Nach meiner Heirat und Gründung einer Familie kehrte ich hauptberuflich
in meinen ursprünglich erlernten Beruf zurück.